Wir über uns

der Landesfachausschuss Säugetierkunde stellt sich vor

QukDer LFA Säugetierkunde Brandenburg-Berlin ist eine Facharbeitsgemeinschaft im NABU der Landesverbände Brandenburg und Berlin. Er steht auch fachlich interessierten Nichtmitgliedern offen und pflegt die Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppen der Nachbarländer, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Polen. Zur Zeit gehören dem LFA etwa 100 Mitglieder an, davon sind etwa 70-80 % im NABU organisiert.

Gegründet wurde der LFA 1991. Die fachlichen Aktivitäten seiner Mitglieder reichen allerdings bis in die sechziger Jahre zurück. Eine wesentliche Vorläuferorganisation war in den 80er Jahren der Bezirksfachausschuss (BFA) Säugetierkunde des damaligen Bezirkes Potsdam. Fachlich orientierte Gruppen, die sich mit der Erfassung und dem Schutz der Fledermäuse befassen, die Verhalten und Lebensweise von Kleinsäugern erforschen oder sich für den Schutz von Fischotter und Biber einsetzen, leisten bereits seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit.

Neben der Erfassung der Arten und der Durchsetzung von Schutzmaßnahmen stand in den ersten Jahren der fachlichen Arbeit vor allem auch die Schulung der Mitarbeiter, ganz vorn die Vermittlung von Artenkenntnissen, im Vordergrund. Die Mitarbeiter des LFA waren es auch, die 1991 maßgeblich an der Erarbeitung der "Roten Liste" für die gefährdeten Säugetiere Brandenburgs beteiligt waren.
Die Erstellung der "Fauna der Säugetiere Brandenburgs" ist ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt für die nächsten Jahre. Die Mitglieder des Landesfachausschusses sind maßgeblich an der Erfassung von Säugetierarten sowie deren Bestandsüberwachung beteiligt.

Wesentliche Positionen des LFA:

  • großflächiger Biotop- und Landschaftsschutz ist die beste Voraussetzung für den Erhalt der Artenvielfalt
  • die Biotopvernetzung durch Vermeidung der weiteren Zersiedlung und Zerschneidung der Landschaft ist Grundlage für den Schutz von wandernden Säugetieren
  • Jagd soll angewandter Naturschutz sein
  • die Wiedereinwanderung autochtoner (einheimischer) Säugetierarten (z.B. Elbebiber, Elche, Wolf) wird unterstützt
  • die Wiederansiedlung autochtoner Säugetierarten muss eine naturwissenschaftliche und naturschutzfachlich begründete Ausnahme bleiben
  • die Ansiedlung allochtoner (nicht heimischer) Arten wird strikt abgelehnt
  • Säugetierschutz in Brandenburg ist nur über eine Zusammenarbeit mit allen säugetierkundlich interessierten Wissenschaftlern und Freizeitforschern sowie den Naturschutz- und Jagdbehörden, dem Landesjagdverband und weiteren, ähnlich orientierten Verbänden möglich

Das seit 1993 herausgegebene Mitteilungsheft des Landesfachausschusses ist Spiegel der großen Bandbreite an bearbeiteten Arten und Themen - von Abendsegler über Biber bis hin zu Wolf und Zwergfledermaus. Von Beringung bis Wiederfund, von Gewöllanalyse bis Verkehrsopfer - es gibt praktisch nichts, was die LFA-Mitglieder nicht untersucht haben oder noch untersuchen wollen.